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Heimatmuseum Esterwegen

Städtebaulich fügt sich das neue Gebäude harmonisch in das vorhandene Gebäudeensemble am Dorfplatz ein. Im Laufe der vergangenen 17 Jahre wurden hier von der öffentlichen Hand mehr als 4 Mio. Euro investiert; dazu zählt auch die Errichtung des Kindergartens und die Kindertagesstätte. Für Esterwegen ist hier ein ganz neuer und attraktiver öffentlicher Bereich entstanden, der sich sogar mit dem angrenzenden Seniorenheim generationsübergreifend präsentiert.

Konzeptionell wurde die Innengestaltung von der Kuratorin, Frau Etta Bengen, begleitet. Die Ausstellung besteht aus zwei Bausteinen, zum einen aus einer Zeitleiste über die beeindruckende und spannende Geschichte Esterwegens, die „Insel im Moor“ (verfasst von Christoph Hüntelmann) und zum anderen aus der Dauerausstellung „Kinner helpet mit – Kinder helfen mit“ (mithelfende Kinder in der Land- und Hauswirtschaft im 20. Jahrhundert), gestaltet unter Leitung der Kuratorin Etta Bengen.

Die Ausstellung selbst wurde großzügig vom Land Niedersachsen aus dem „Investitionsprogramm für kleine Museen in Niedersachsen“ gefördert. Somit ist das Gesamtprojekt das Ergebnis einer großartigen Gemeinschaftsleistung, bezeichnend für den schmucken und gastfreundlichen Ort Esterwegen, in dem das Ehrenamt einen wichtigen Teil des öffentlichen Lebens einnimmt.

Der erste Baustein der Ausstellung befasst sich im Rahmen einer Zeitleiste mit der wechselvollen und spannenden Geschichte Esterwegens. Bekannt als bedeutendes Revier gräflicher Reiherjäger ist der Ort aus einer Schenkung des Grafen Balduin an den
Johanniter-Ritterorden entstanden, der in Esterwegen im 13. Jahrhundert eine Kommende einrichtete, die als selbstständige mittelalterliche Ordenseinrichtung privilegiert und von weltlichen Gesetzen unabhängig war. Nach dem Verkauf des im 15. Jahrhundert reich begüterten Gutes folgte ab dem 16. Jahrhundert eine wechselvolle Geschichte eines adeligen Landgutes, das durch Erbauseinandersetzungen zusehends wirtschaftlich unter Druck geriet. Ab dem 17. Jahrhundert wurden systematisch Bauern überwiegend aus den Hümmling-Dörfern als sog. Kolonisten angesiedelt.

Ein weiterer Aspekt in der Zeitleiste ist die Gemeindegründung ab 1837, die Gründung der Vikarie, der Kapellen und der Kirchengemeinde, das genossenschaftliche Engagement Anfang des 2o. Jahrhunderts, das zur Gründung der heutigen Volksbank führte. Aber auch Themen
wie die Ohe und der Küstenkanal als Schifffahrtsgewässer werden behandelt. Nicht unerwähnt bleibt das dunkelste Kapitel der Geschichte, die Zeit des Konzentrations- und Strafgefangenenlagers unter den Nationalsozialisten und die Errichtung der heutigen Gedenkstätte als ein Ort europäischer Gedenk- und Erinnerungskultur. Eine besondere Bedeutung hatte auch die Schulgeschichte Esterwegens. War sie Jahrhunderte lang das Sorgenkind, so brachte die Kommunalpolitik und ein engagierter Schulleiter ab 1965 eine völlige Wende im Schulwesen. Heute steht die Bildung, sei es frühkindlich, vorschulisch oder schulisch, ganz oben auf der Agenda. Moderne Schulbauten, eine Oberschule mit Gymnasialem Angebot, ein bildungsgerecht ausgestatteter 6-gruppiger Kindergarten
und eine Kinderkrippe runden das Bildungs- und Betreuungsangebot ab.

Die 2. Hälfte des 20. Jahrhundert brachte Wohlstand und machte Esterwegen zu einem liebenswerten und lebenswerten Ort.

Esterwegen, die einstige Insel im Moor, ist heute eine „grüne Insel“, teils umgeben von einer fantastischen Naturlandschaft. Mit der Esterweger Dose ist hier das größte Naturschutzgebiet als Hochmoorlandschaft Deutschlands beheimatet. Esterwegen wurde als „staatlich
anerkannter Erholungsort“ prädikatisiert und touristisch mit der sog. i-Marke zertifiziert.